Jede Sportart hat ihre Schwachstelle
Such dir deine raus. Du weißt vermutlich schon, welche es ist.
Muscle-Up, Dips, Ringe: Deine Schulter hängt am vollen Körpergewicht, und das oft in einer Position, in der sie kaum Halt hat.
- Es zwickt beim Drücken über Kopf und wird von Woche zu Woche mehr
- Bei einer bestimmten Bewegung klemmt es, und du weißt genau bei welcher
- Die Schulter fühlt sich locker an, als würde sie gleich rausrutschen
- Der Rumpf gibt nach und der untere Rücken macht die Arbeit mit
Das Fiese daran: Es kommt meistens schleichend. Und wenn du dann pausieren musst, redest du nicht über zwei Wochen.
Der Fuß steht fest, der Körper dreht weiter. Dafür brauchst du keinen Gegner, das passiert oft ganz allein.
- Das Kreuzband, der Klassiker. Ein Knacken, und die Saison ist vorbei
- Der Meniskus, oft gleich mit dabei
- Umgeknickt im Zweikampf, und die Bänder machen nicht mehr mit
- Hinten im Oberschenkel reißt es beim Sprint
Beim Kreuzband redet keiner über Wochen. Da geht es um Monate, und die Reha entscheidet, ob du wieder auf dein altes Level kommst.
Beim Laufen kommt selten der eine große Knall. Meistens meldet sich etwas über Wochen leise, bis ein falscher Schritt auf dem Trail reicht.
- Umgeknickt auf unebenem Boden, und der Knöchel schwillt zu
- Das Knie meldet sich ab Kilometer fünf, immer an derselben Stelle
- Die Achillessehne zwickt morgens beim ersten Schritt aus dem Bett
- Das Schienbein brennt nach jedem Lauf
Wenn die Achillessehne reißt, ist erst mal Schluss. Nicht für zwei Wochen, sondern für die ganze Saison.
Schweres Gewicht trifft auf Ehrgeiz. Und beim letzten Satz lässt die Technik nach, obwohl der Kopf noch will.
- Beim schweren Ziehen macht es vorne am Arm einen Ruck
- Beim Kreuzheben fährt es dir in den unteren Rücken
- Die Schulter geht beim Bankdrücken nicht mehr richtig mit
- Der Ellenbogen tut weh, wenn du zu oft zu schwer ziehst
Genau das war bei mir der Rücken. Erst denkst du, es geht wieder weg. Dann liegst du morgens da und kommst nicht mehr hoch.
Was viele nicht wissen
In deiner Freizeit bist du nicht unfallversichert
Die gesetzliche Unfallversicherung deckt Arbeitsunfälle und den Weg dorthin. Das Training danach gehört nicht dazu. Auch nicht das Wochenendspiel oder der Lauf am Sonntagmorgen.
Deine Krankenversicherung zahlt die Behandlung. Sie zahlt aber nicht, was danach kommt: wenn du wochenlang ausfällst, wenn Umbauten nötig werden oder wenn etwas dauerhaft bleibt.
Genau diese Lücke betrifft jeden, der regelmäßig Sport macht.
Ausfallzeit
Wochen ohne Training, bei Selbstständigen auch ohne Einnahmen.
Nachbehandlung
Physio über das Rezept hinaus, Reha, Aufbautraining.
Was bleibt
Wenn eine Einschränkung dauerhaft ist, zählt nur, was vorher geregelt war.
Das ist keine Panikmache, sondern der Grund, warum ich diese Seite gebaut habe. Ich hatte das Glück, beim zweiten Mal vorbereitet zu sein. Meine Geschichte
Welche Baustelle kennst du schon?
Erzähl mir, wo es bei dir zwickt. Dann schauen wir, was sich lohnt und was nicht.